1. Was regelt das StGB?
Das Strafgesetzbuch beschreibt, welche Handlungen strafbar sind und welche Rechtsfolgen drohen können. Für Sicherheitsmitarbeiter ist wichtig, Straftaten zu erkennen und innerhalb der eigenen Befugnisse zu handeln.

VERSTÄNDLICH · PRÜFUNGSRELEVANT · PRAXISNAH
Das Strafgesetzbuch beschreibt, welche Handlungen strafbar sind und welche Rechtsfolgen drohen können. Für Sicherheitsmitarbeiter ist wichtig, Straftaten zu erkennen und innerhalb der eigenen Befugnisse zu handeln.
Der klassische Deliktsaufbau prüft zunächst den Tatbestand, danach die Rechtswidrigkeit und anschließend die Schuld. Das Vorliegen eines Tatbestands allein bedeutet nicht automatisch, dass eine Person strafbar ist.
Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.
Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind. Vergehen haben ein niedrigeres Mindestmaß oder sind mit Geldstrafe bedroht.
Grundsätzlich ist nur vorsätzliches Handeln strafbar, wenn das Gesetz fahrlässiges Handeln nicht ausdrücklich mit Strafe bedroht. Vorsatz und Fahrlässigkeit müssen deshalb unterschieden werden.
Diese Vorschriften betreffen unter anderem Schuldunfähigkeit wegen des Alters oder wegen bestimmter Zustände sowie die erheblich verminderte Schuldfähigkeit. Die Voraussetzungen sind im Einzelfall zu prüfen.
Notwehr ist die erforderliche Verteidigung gegen einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff. Sie dient der Abwehr des Angriffs, nicht der Bestrafung oder Rache.
Erforderlich ist eine gegenwärtige Gefahr, die nicht anders abwendbar ist, sowie eine Interessenabwägung: Das geschützte Interesse muss das beeinträchtigte wesentlich überwiegen; die Handlung muss angemessen sein.
Die Vorschrift schützt unter anderem die Wohnung, Geschäftsräume und das befriedete Besitztum vor unbefugtem Eindringen sowie unter bestimmten Voraussetzungen vor unbefugtem Verweilen trotz Aufforderung zum Gehen.
Erfasst wird unter anderem, eine andere Person körperlich zu misshandeln oder an der Gesundheit zu schädigen. Sicherheitsmitarbeiter müssen Konflikte möglichst deeskalieren und dürfen keine Strafe selbst vollstrecken.
Diebstahl setzt die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache in der Absicht voraus, sie sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Eine Festnahme ist nicht automatisch erlaubt, sondern richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Die Vorschrift erfasst insbesondere das rechtswidrige Beschädigen oder Zerstören einer fremden Sache. Beobachtungen sollten sachlich dokumentiert und nach den betrieblichen Abläufen gemeldet werden.
KURZFORMELN FÜR DIE PRÜFUNG
AKTIVE FRAGEN · SOFORTIGE ERKLÄRUNG
DEIN StGB-LERNSTAND
Noch keine Fragen bearbeitet.
FALSCHE ANTWORTEN VERSTEHEN
FEHLERFRAGEN GEZIELT WIEDERHOLEN
Übungsfragen zu Notwehr, Notstand, Schuld, Unterlassen und Beihilfe. Pro Frage können eine oder zwei Antworten richtig sein.
Wähle alle richtigen Antworten. Pro Frage sind maximal zwei Antworten richtig. Die Lösung erscheint erst nach „Antworten prüfen“.